Entgegen des vielleicht missverständlichen Begriffes Web 2.0 meint diese Bezeichnung nicht vordergründig ein Programm, dass man als Nutzer eines Computers anwenden kann.
Sondern mit Web 2.0 ist vielmehr die globale Veränderung der Nutzung und insbesondere auch der Wahrnehmung des Internets gemeint.
Die Nutzung des Internets besteht nicht mehr länger darin, sich, wie in den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts, statische Seiten, auf denen oft über Jahre keine Veränderung stattfand, anzusehen. Vielmehr haben die Nutzer des World Wide Web in der heutigen Zeit die Möglichkeit, Inhalte selbst zu erstellen oder zu bearbeiten.
Informationen und Inhalte werden also nunmehr nicht mehr ausschließlich von Medien zur Verfügung gestellt, sondern von einer Vielzahl an Internetusern.
Der Einsatz einer sozialen Software, die ein Tool von Web 2.0 ist, macht dies möglich. Diese soziale Software ermöglicht es den Nutzern, sich untereinander zu vernetzen, sodass ein Austausch stattfinden kann.
Blogs sind dafür ein gutes Beispiel. Auch die vielen Chaträume, in denen sich Gemeinschaften bilden können, die über die Software gepflegt werden, zeugen von Web 2.0. Die freie Enzyklopädie Wikipedia ist ein solches Medium, das durch die Arbeit vieler freiwilliger Individuen, die hier Artikel veröffentlichen, ständig wächst.
Auch die Internetplattform YouTube zählt dazu. Hier veröffentlichen Menschen selbst produzierte Videos und machen sie somit einem breiten Publikum zugänglich.
Diese Möglichkeiten kamen - so wie sie heute vorliegen - etwa erst im Jahr 2005 nicht. Durch Web 2.0 ist die Nutzung des Internets interaktiv geworden. Der User kann sich, wenn er denn möchte, aktiv am Geschehen beteiligen, in dem er Blogs kommentiert, sich in Chaträumen mit anderen austauscht, Bewertungen bei Ebay abgibt oder Artikel auf Presseportalen einstellt.